Was ist eine Baubeschreibung?
Die Baubeschreibung ist ein schriftliches Dokument, das die geplante Bauausführung eines Gebäudes detailliert festhält. Sie enthält Angaben zu Bauweise, Materialien, Ausstattung, technischen Standards und gesetzlichen Vorgaben – und bildet damit die Grundlage für den späteren Bau, Kauf oder die Finanzierung einer Immobilie.
Bedeutung in der Immobilienpraxis
In der Immobilienwirtschaft ist die Baubeschreibung ein zentrales Dokument für Bauträger, Käufer, Investoren und Bauherren. Sie ist:
-
Bestandteil des Kauf- oder Bauträgervertrags
-
Grundlage für Finanzierungsentscheidungen von Banken
-
Orientierungshilfe für Käufer und Mieter, was sie baulich und technisch erwarten können
-
Maßstab für die Bauausführung – Abweichungen können rechtliche Konsequenzen haben
Was steht in einer Baubeschreibung?
Typische Inhalte sind:
-
Bauweise und Konstruktion (z. B. Massiv- oder Holzbau)
-
Fenster, Türen, Dach, Fassade
-
Bodenbeläge, Wandgestaltung, Treppen
-
Heizung, Sanitäranlagen, Elektroinstallationen
-
Energieeffizienzstandards nach EnEV bzw. GEG (Gebäudeenergiegesetz)
-
Außenanlagen und Gemeinschaftsbereiche
Worauf Käufer besonders achten sollten
✅ Klarheit: Achten Sie auf eindeutige, messbare Angaben (z. B. „Fußbodenheizung in allen Wohnräumen“ statt „moderne Heizung“)
✅ Rechtliche Verbindlichkeit: Änderungen nach Vertragsunterzeichnung bedürfen schriftlicher Zustimmung
✅ Gesetzliche Vorgaben: Die Immobilie muss den aktuellen Bauvorschriften entsprechen, z. B. GEG oder Schallschutzverordnung
Fazit
Die Baubeschreibung ist mehr als nur ein technisches Detaildokument – sie ist ein zentrales Element zur Absicherung Ihrer Investition. Sie schafft Transparenz, Vertrauen und Verbindlichkeit für alle Beteiligten.
➡️ Unser Tipp: Lassen Sie eine Baubeschreibung vor Vertragsabschluss fachlich prüfen, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.