Was ist eine Abgeschlossenheitsbescheinigung?

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist ein amtliches Dokument, das bestätigt, dass bestimmte Räume innerhalb eines Gebäudes baulich voneinander getrennt und eigenständig nutzbar sind. Sie ist die Grundlage für die Bildung von Wohnungseigentum oder Teileigentum – also dafür, dass z. B. eine einzelne Wohnung im Grundbuch als eigene Einheit geführt werden kann.


Warum ist sie im Immobilienbereich so wichtig?

Ob Wohnung, Büro oder Gewerbefläche: Wer Teile eines Gebäudes rechtlich selbstständig verkaufen, kaufen oder beleihen möchte, braucht eine Abgeschlossenheitsbescheinigung. Ohne sie ist keine Aufteilung in rechtlich eigenständige Einheiten möglich – was besonders für Eigentümergemeinschaften, Bauträger und Investoren entscheidend ist.


Voraussetzungen für die Bescheinigung

Die Bescheinigung wird von der örtlichen Baubehörde ausgestellt und setzt bestimmte bauliche Merkmale voraus, z. B.:

Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, gilt eine Einheit als „abgeschlossen“ im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes.


Tipp für Käufer

Wer eine Eigentumswohnung erwerben möchte, sollte vor dem Kauf prüfen, ob eine Abgeschlossenheitsbescheinigung vorliegt. Nur so ist sichergestellt, dass die Wohnung rechtlich eigenständig und im Grundbuch korrekt erfasst ist.